Emissionsarme Gießerei

Hildesheim, Juli 2022: Emissionsarme Gießerei –
durchweg gute Ergebnisse für KSM beim EU Green Foundry Projekt

Die Ergebnisse des EU-geförderten Green Foundry Projekts wurden im Juli 2022 im Rahmen eines offiziellen Abschlussberichts veröffentlicht. Die Kokillengießerei der KSM Castings Group in Hildesheim schneidet nicht nur mit durchweg guten Emissionswerten ab, sondern ist darüber hinaus Referenzgeber für gute Technik in den Bereichen Sandhandling mit anorganischem Bindersystem und Absaugung. Die für die Projektteilnahme erforderlichen, umfangreichen Datenerhebungen und Messungen wurden von Meehanite Technolgy aus Finnland im März 2022 durchgeführt.

Ziel des Projektes war und ist es, Umweltauswirkungen der europäischen Gießereiindustrie durch die Einführung neuartiger Technologien für Sandformsysteme zu verringern – basierend auf der Grundidee, neue anorganische Bindemittelsysteme in Gießereien zu implementieren. Die Anwendung moderner Sandformsysteme auf der Basis anorganischer Bindemittel hätte erhebliche positive Auswirkungen auf die Umwelt und Wirtschaft, was zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit der Branche führen würde.

Im Rahmen des Projektes wurden unter anderem aber auch Fragen der Entsorgung von organisch und anorganisch gebundenen Gießereisanden betrachtet und verglichen. Der Vergleich erfasste die experimentellen Seite des Eisen- und Stahlguss, bzw. Aluminiumgusses, es erfolgte überdies eine Bewertung der beiden Bindertypen im Serieneinsatz.

Auch die Emissionsmessungen vor Ort waren von entscheidender Bedeutung. Gemessen und dokumentiert wurden zum Beispiel die Konzentrationen von flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC), von verschiedenen Kohlenwasserstoffen, Kohlenstoff, Schwefeldioxid, Aldehyde, Phenole, Staub (Feinstaub, Metall) – jeweils für die Bereiche Emissionen und Arbeitsumgebung. Einige dieser stofflichen Verbindungen können, wenn sie in zu hohem Maße in der Umgebungsluft enthalten sind, Krebs oder Lungenkrankheiten auslösen; gebunden in einem anderen Stoff, wie zum Beispiel Sand, sind sie gefährlicher Abfall.

Der KSM Castings Group, deren Ziel unter anderem die stetige Verbesserung des eigenen Unternehmens i.S. der ISO 45001 bzw. ISO 14001 ist, ermöglicht die nun vorliegende Risikoanalyse in Bezug auf Luftqualität und Emissionen in der direkten Arbeitsumgebung eine gezielte Auswertung und die Ergreifung der möglicherweise erforderlichen Maßnahmen. „Die Emissionsmessungen haben gezeigt, dass wir die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte weit unterschreiten und darüber freuen wir uns. Ein gutes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden zu gewährleisten ist uns wichtig, denn sie sind die Basis unseres Erfolgs,“ sagt Carlos Santos, Operations Director der KSM Castings Group.

Mit der Teilnahme an dem durch das LIFE-Umweltprogramm der EU unterstützen Green Foundry LIFEProjekt, leistet die KSM Castings Group nicht nur einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, sondern zeigt auch unternehmerische Verantwortung – ihren Mitarbeitenden gegenüber und gegenüber der Umwelt. Ein weiterer Meilenstein zur Festigung ihrer Auszeichnung als Klimaschutzunternehmen.

Hintergrund
Die KSM Castings Group GmbH gehört zu den führenden Automobilzulieferern für Leichtbau-Gusskomponenten aus Aluminium und Magnesium für Fahrwerk, Getriebe und Motoren. Gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft CITIC Dicastal beschäftigt die KSM Castings Group weltweit rund 3.700 Mitarbeiter*innen an Standorten in Deutschland, Tschechien, USA und China. Zu den Kunden zählen Automobilhersteller und -zulieferer wie Volkswagen, Daimler, BMW, ZF, Bosch, Benteler und Magna. Das Unternehmen erwirtschaftete 2021 einen weltweiten Umsatz von 570 Mio. Euro.

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