Umweltschutz

Das Umweltmanagementsystem ist unser Instrument zur systematischen Optimierung des Umweltschutzes. Es unterliegt der konsequenten Weiterentwicklung. Interne und externe Auditoren überprüfen in regelmäßigen Abständen seine Wirksamkeit.

Zur organisatorischen Umsetzung der nachhaltigen Unternehmensstrategie gibt es in jedem Werk der KSM Castings Group einen Beauftragten für den Umweltschutz, der direkt dem jeweiligen Werkleiter berichtet. Gemäß der gesetzlichen Vorschriften sind auch Immissionsschutz-, Abfall- und Gewässerschutzbeauftragte tätig. Verantwortlich für den Umwelt- und Arbeitsschutz innerhalb der KSM-Unternehmensgruppe ist ein Mitglied der Geschäftsführung, das die Betreiberpflichten gemäß des Bundesimmissionsschutzgesetzes wahrnimmt. Die Umweltbeauftragten der Werke werden durch den „Leiter Umweltschutz und Arbeitssicherheit“ der KSM Castings Group koordiniert, der unmittelbar der Geschäftsführung unterstellt ist. Er ist gleichzeitig als Gefahrgutbeauftragter aktiv und Beauftragter für das Umweltmanagementsystem.

Alle rechtlichen Verpflichtungen im Umwelt- und Arbeitsschutz sind innerhalb der Werke so verteilt, so dass eine rechtssichere Organisation in der Unternehmensgruppe existiert.

Abfälle & Gefahrstoffe

Mit gewissenhaftem Blick auf eine nachhaltige Entwicklung setzen wir Rohstoffe, Energie und Wasser in der Fertigung, zur Schonung der Ressourcen, sparsam ein.

Positive Trends bei der Einhaltung der umweltrelevanten Leistungskennzahlen, sind für uns ein Ansporn zu ständiger Verbesserung und Beleg unseres Erfolges. Wir optimieren die Umweltverträglichkeit unserer Produktionsverfahren und Arbeitsabläufe stetig. Unser Ziel ist es, das Aufkommen von Abfall, Abwasser und Emissionen zu mindern. Der dabei erzielte Effekt zeigt, dass Ökologie und Ökonomie im Einklang stehen.

Die Grundsätze zum umweltorientierten Verhalten sind Bestandteil des Leitbildes unseres Unternehmens.

Abgeleitete Ziele zur Reduzierung von negativen Umweltauswirkungen werden in den konkreten Maßnahmen und Projekten des Umweltprogrammes in unseren Werken realisiert. In der KSM-Umweltvision spiegelt sich unser Bestreben nach stetigen Verbesserungen wider: Fertigung von Aluminium- und Magnesiumgussteilen für die Automobilindustrie in CO2-neutralen Betrieben, die nahezu abwasserlos und abfallfrei arbeiten.

Abfallmanagement

Vor der Abfallverwertung kommt die Abfallvermeidung.

In entsprechenden Projekten werden Maßnahmen realisiert, um Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen. So wurde z.B. durch eine Prozessveränderung bei der Schmelzebehandlung der Anfall von Aluminiumoxid (Krätzenabfall) deutlich reduziert. Auch die Mehrfachnutzung von Verpackungen verfolgt das Ziel, den Abfall möglichst gering zu halten. Wenn keine Abfallvermeidung möglich ist, werden die Abfälle verwertet. Eine Beseitigung der Abfälle ist nur in Ausnahmefällen anzustreben. Um die Abfälle möglichst ökologisch zu verwerten, sind entsprechende Vorbehandlungsschritte in unseren Werken etabliert. Hierzu gehören z.B. die Trocknung von Aluminiumspänen aus der mechanischen Behandlung durch Zentrifugen oder das Verdichten von Verpackungsabfällen zur Reduzierung des zu entsorgenden Abfallvolumens. Die Volumenreduzierung dient einer optimalen Auslastung der Transportfahrzeuge. Bevor ein Abfall seinem Verwertungsweg zugeführt wird, wird er nach ökologischen Gesichtspunkten kontrolliert. Grundlage hierfür ist eine sortenreine Trennung aller anfallenden Abfälle innerhalb der Fertigungsbereiche. 

Um dies zu gewährleisten, werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig über das Trennen von Abfällen informiert. Wir arbeiten ausschließlich mit auditierten Entsorgungsfachbetrieben zusammen. Zusätzlich finden Kontrollen, zur Vermeidung einer unsachgemäßen Abfalltrennung, statt.

Hilfs- und Betriebsstoffe

Wir setzen in unserer Produktion möglichst umweltverträgliche Produkte ein, die auch die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht beeinträchtigen.

Ein Freigabeverfahren gewährleistet, dass vor dem Einsatz eines neuen Arbeitsstoffes alle relevanten Abteilungen wie z.B. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Gesundheitsschutz beteiligt werden. Grundsätzlich werden alle Arbeitsstoffe zur Vermeidung von Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers in einer Auffangwanne gelagert.

Wir prüfen regelmäßig, ob die im Einsatz befindlichen Stoffe ggf. durch weniger schädliche Stoffe ersetzt werden können. Bevorzugt werden Stoffe, die:

  • nicht als Gefahrstoff gekennzeichnet sind.
  • beim Transport auf der Straße kein Gefahrgut darstellen.
  • bei der Verwendung geringe Emissionen verursachen.
  • eine geringe Wassergefährdungsklasse haben.
  • nach Gebrauch der Wiederverwertung zugeführt werden können.
  • von Lieferanten mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen kommen.

Unser Ziel ist es, im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, den Verbrauch von Hilfs- und Betriebsstoffen zu reduzieren.

Aluminium – Ein Zukunftswerkstoff

Aluminium kommt in der Natur häufiger vor als Eisen und ist auf lange Sicht ein in ausreichendem Maße verfügbares Element. Die Erdkruste besteht zu ca. 8% aus oxidischen Aluminiumerzen, dem sogenannten Bauxit.

Der Vorteil von Aluminium ist das um 2/3 geringere spezifische Gewicht gegenüber Stahl. Dies trägt über die gesamte Lebenszeit eines Kraftfahrzeuges in entscheidendem Maße zu einem geringeren Verbrauch bei. Insofern ist der Einsatz von Aluminium in der Automobilindustrie ein guter Beitrag zu einem geringeren CO2-Ausstoß.

Aluminium muss nicht mit Rostschutzmitteln geschützt werden. Es schützt sich durch eine dünne Oxidschicht selbst. Dadurch sind umweltbelastende Farbanstriche nicht notwendig.

Das Recycling von Aluminium ist heute Bestandteil der Aluminiumversorgung. Es kann beliebig oft dem Recycling-Kreislauf zugeführt werden.

Wasser & Abwasser

 

Wasser wird an vielen Stellen unseres Unternehmens benötigt: Z.B. zu Kühlzwecken in den Fertigungsbereichen, zum Anmischen von Hilfs- und Betriebsstoffen und zur Nutzung in den Sanitärbereichen.

In unserem Umweltmanagementsystem haben wir Verfahren etabliert, um möglichst wenig Frischwasser zu verbrauchen. Dies gelingt zum Beispiel durch die Kreislaufführung von Frischwasser zu Kühlzwecken oder dem Einsatz von Regenwasser. Um die anfallenden Abwassermengen zu vermindern, setzen wir Techniken, wie zum Beispiel Wasseraufbereitungsanlagen und Filterkreisläufe zur Verringerung der Abwasser- und Schlammmenge sowie Wärmetauscher zur Kühlung in der Produktion, ein. Die Einhaltung der Grenzwerte bei der Indirekt-Einleitung von Abwasser in die Kanalisation wird durch stetige Kontrollen in zum Teil eigenen Laboratorien überwacht.

Energie & Emissionen

Klima geht uns alle an.

Das Verflüssigen des Aluminiums erfolgt in unseren Schmelzöfen. Diese werden mit umweltfreundlichem Erdgas beheizt. Bei der Verbrennung von Erdgas entsteht kein Schwefel und rund 20-30% weniger Kohlendioxid als bei der Ölverbrennung. 

Die gesetzlichen festgelegten Abgas-Emissionsgrenzwerte werden in unseren modernen Schmelzaggregaten deutlich unterschritten. Dies wird durch regelmäßig durchgeführte Überwachungsmessungen bestätigt.

Aluminium hat gegenüber Stahl eine erheblich niedrigere Schmelztemperatur, die eine geringere Energiemenge erfordert und eine erhebliche CO2-Einsparung erbringt.

Umweltschutz in der Lieferantenkette

Umweltrelevante Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, technische Einrichtungen sowie Dienstleistungen bewerten wir bereits vor der Beschaffung nach ökologischen Gesichtspunkten. Dadurch erreichen wir eine durchgängig umweltschonende Fertigung innerhalb der KSM Castings Group.

Unser Ziel ist es, nur Lieferanten und Dienstleiter mit einem eigenen Umweltmanagementsystem einzusetzen. Ist dies nicht der Fall, wird der Zulieferer aufgefordert seine Umweltleistung zu verbessern. Hiervon überzeugen wir uns durch entsprechende Umweltaudits.

Ökologisch transportieren

Aluminium, als ökologisch wertvoller Werkstoff, sollte auch umweltgerecht transportiert werden. Dies erreichen wir durch vollständige Auslastung der LKW und eine ausgeklügelte Vorratshaltung zur Verringerung der Transportwege.

Zum Transport gehört auch eine ordnungsgemäße Ladungssicherung, die regelmäßig durch unsere geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontrolliert wird.

Auch beim innerbetrieblichen Transport setzen wir auf Ökologie. Unsere Gabelstapler werden elektrisch oder mit Gas betrieben.

B.A.U.M.

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) ist die größte Umweltinitiative der Wirtschaft in Europa. Das 1984 von Unternehmen gegründete Informations- und Kontaktnetzwerk umfasst heute mehr als 500 Unternehmen in Deutschland.

B.A.U.M. bündelt die Kräfte seiner Mitglieder im Umweltschutz und führt alle wichtigen Akteure in Deutschland zusammen. Dabei werden praktikable und erfolgreiche Lösungen im Hinblick auf die Realisierung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise entwickelt.

Durch den Einfluss in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, gelingt es innerhalb des Netzwerkes, sowohl Unternehmen, Institutionen, Politik als auch die Bevölkerung für die Probleme des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren.

„Der Beitritt zu B.A.U.M. ist ein weiter wichtiger Schritt im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung der KSM Castings Group. Mit dem B.A.U.M.-Netzwerk möchten wir den Nachhaltigkeitsgedanken bei unseren Mitarbeitern, Zulieferanten und Kunden weiter intensivieren.“, so Franz Friedrich Butz, CEO der KSM Castings Group.

B.A.U.M.-Umweltpreisträger 2001 und Leiter des Umwelt- und Arbeitsschutzes innerhalb der KSM Castings Gruppe, Michael Eickenfonder, fügt hinzu: „Angesichts der spürbaren globalen Erwärmung, ist ein nachhaltiges Unternehmenskonzept unumgänglich. Der in einer Gießerei relevanteste Umweltaspekt ist der Verbrauch von Energie. Umso mehr ist es unsere Aufgabe, sich Gedanken über einen nachhaltigen Klimaschutz zu machen. Das große Know-how im B.A.U.M.-Netzwerk wird dabei eine wichtige Stütze für uns sein.“